Programm
Frédéric Chopin
Vier Mazurken op. 17
Serhij Bortkiewicz
Drei Mazurken op. 64
Nocturne op. 24
Theodor Akimenko
Idylle op.16
Clair de lune
Claude Debussy
Clair de lune
Robert Schumann
Fantasiestücke
Serhij Bortkiewicz
Fantasiestücke
Ein Klavierabend zwischen Romantik und Impressionismus – zwischen ukrainischer und europäischer Musiktradition.
Das Programm „Von Charkiw bis Paris“ verbindet Werke von Frédéric Chopin, Robert Schumann, Claude Debussy, Serhij Bortkiewicz und Theodor Akimenko. Im Mittelpunkt stehen zwei in Charkiw geborene ukrainische Komponisten – Bortkiewicz und Akimenko –, deren Lebenswege sie weit durch Europa führten. Die prägendsten Jahre verbrachten sie fern ihrer Heimat, unter anderem in Paris, Berlin und Wien.
Ihre Musik trägt die Spuren europäischer Kulturzentren in sich und steht zugleich in enger Verbindung zur ukrainischen musikalischen Seele. In den Werken begegnen sich spätromantische Klangfülle, poetische Melancholie, impressionistische Farben und tänzerische Eleganz. Inspirationslinien zu Chopin, Schumann und Debussy werden dabei hörbar, ohne dass die beiden ukrainischen Komponisten ihre eigene musikalische Sprache verlieren.
Besonders faszinierend ist der musikalische Dialog der Werke: Chopins Mazurken begegnen den ukrainisch gefärbten Mazurken von Bortkiewicz, Akimenkos poetisches Clair de lune tritt in einen stillen Dialog mit Debussys berühmter Klangwelt, und Schumanns Fantasiestücke spiegeln sich in den Fantasiestücken Bortkiewiczs wider.
Ein Abend über Erinnerung, Exil, Sehnsucht und die feinen Verbindungen zwischen Charkiw, Paris und der europäischen Musikgeschichte.


